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„Goldene Nase“ für Schlecker
Immer perfider werden die Geschäftsmethoden der Firma Schlecker. Neuer Trick derzeit in Deutschland: Eröffnung neuer XL-Märkte bei gleichzeitiger Schliessung der bisherigen Filialen.
Bei Schlecker werden der Gewerkschaft Verdi zufolge die Mitarbeiter der alten Filialen entlassen und dann zum Teil zu deutlich schlechteren Konditionen in den neuen Märkten wieder angestellt,
schreibt Der Westen.
In den neuen XL-Märkten liegen die Löhne bei etwa 6,50 Euro statt der bisherigen 12,93 Euro pro Stunde. Die neuen/alten Beschäftigten werden über die Leiharbeitsfirma Meniar befristet und meist geringfügig angestellt und neuen Schlecker-Märkte verliehen – mit niedrigeren Löhnen, einer Arbeitszeit von 42 statt 37,5 Stunden und weniger Urlaubsanspruch.
In einem Kommentar zum sternTV-Bericht „Neues Geschäftmodell: Kleine Löhne bei Schlecker-XL“ beschreibt eine Betroffene, wie’s geht:
Bei uns in der Filiale war ein Aushang das Schlecker 400-Euro-Kräfte und Teilzeitkräfte sucht. (Es war die Rede von “ Schlecker stellt ein..“ – von einer Leihfirma stand da nichts !!!) Da ich seit 2 Jahren arbeitslos bin habe ich mich darauf beworben (…) Ich bekam allerdings nur ein Angebot auf 400 Euro-Basis. Gut dachte ich, besser als nix. (…) (mehr…)
Add comment 4. Oktober 2009
Die überwachte Belegschaft
Aus aktuellem Anlass sei hier auf ein paar schöne Links verwiesen, die den betrieblichen Datenschutz im Zentrum ihrer Berichterstattung haben:
Daten im Betrieb berichtet nicht nur über die überwachte Belegschaft, sondern gibt auch Rechtsinfos (beispielsweise zur Videoüberwachung) und kann sogar von Erfolgen berichten.
Der Blog der Abteilung Arbeit & Technik der GPA-djp beschäftigt sich generell mit dem technologischen Wandel in der Arbeitswelt und aktuell mit dem Umgang mit Krankenstandsdaten und sogenannten „Krankenstandsrückkehrgesprächen“ und bietetet ebenfalls rechtliche Informationen dazu.
In den jeweiligen blog-rolls bzw. Link-Listen gibts dann noch weitere Tipps.
1 comment 25. September 2009
Solidarität mit Schlecker-Beschäftigten
Über die katastrophalen Arbeitsbedingungen bei Schlecker haben wir hier ja schon berichtet.
Die Gewerkschaft GPA-djp hat nun eine Online-Unterschriftenaktion gestartet, die bessere Arbeitsbedingungen und die Einhaltung von Gesetzen (!) und Kollektivverträgen fordert.
Wie dankbar die Schlecker-MitarbeiterInnen über diese Unterstützung sind, zeigt nachstehendes Zitat aus der Schlecker-Erfahrungsbörse:
habe geraden von den Postkartenaktionen der GPA gelesen. Das finde ich absolut gut. Hier werden endlich die Kunden aufmerksam gemacht, wir dürfen das ja nicht. Nur hier kann man wirkungsvoll ansetzen. Verdi mach in Deutschland auch ordentlich Druck, wenn die GPA hier auch nicht nachlässt kann man vielleicht doch noch was erreichen. Mir wird es wahrscheinlich nichts mehr bringen aber allen anderen.
Add comment 25. September 2009
Resignation im Job steigt
Viele ArbeitnehmerInnen haben ihre Erwartungen an die berufliche Tätigkeit nach unten geschraubt und glauben nicht mehr an eine positive Veränderung ihrer Arbeitsbedingungen. Rund 10 Prozent der Beschäftigten müssen zur Gruppe der völlig Resignierten gezählt werden,
stellt der Arbeitsklima-Index September 2009 der AK-Oberösterreich fest.
Aktuell sind besonders von Resignation betroffen sind Beschäftigte im Fremdenverkehr, der Baubranche sowie im öffentlichen Dienst und in den Sozialversicherungen.
Der Motivationsverlust nimmt mit der Dauer der Beschäftigung zu und ist in Kleinbetrieben höher als in Grossbetrieben: In Betrieben mit bis zu vier Beschäftigten beträgt der Anteil der völlig Resignierten rund 14 Prozent, in Großbetrieben (ab 500 Beschäftigten) neun Prozent.
Das Leisten von Überstunden scheint tendenziell eher motivationshemmend zu sein. ArbeitnehmerInnen, die Überstunden leisten müssen, beurteilen ihre berufliche Situation resignierter als ArbeitnehmerInnen ohne Überstunden. Überstunden fördern offenbar Resignation …
3 comments 22. September 2009
Das System Schlecker
Eine Befragung der Beschäftigten durch die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) ergab – wie auch schon aus Deutschland bekannt – katastrophale Arbeitsbedingungen bei der Drogeriekette Schlecker.
Die traurigen „Highlights“ daraus:
Einkommen und Arbeitszeit:
- Beschäftigte berichten, dass sie jederzeit für Mehrarbeit zur Verfügung stehen müssen. Jede/r dritte Befragte hat angegeben, dass sie regelmäßig mehr Stunden arbeiten muss als vereinbart ist und dennoch der Arbeitsvertrag vom Dienstgeber niedrig gehalten wird.
- Fast die Hälfte aller Befragten hat angegeben, dass die Lage der Arbeitszeit einseitig angeordnet wird. Z. T. auch in mehreren Diensten am selben Tag, die zeitlich nicht zusammenhängen. (mehr…)
4 comments 27. Mai 2009
AK-Studie zur Situation der Handels-Angestellten
Die zentralen Ergebnisse einer aktuellen AK-Studie „Beschäftigung im Handel“:
Mit insgesamt 524.000 Beschäftigten zählt der Handel zu den größten Arbeitgebern in Österreich. Die Branche ist für viele der Einstieg in den Arbeitsmarkt, allerdings zu immer härteren Bedingungen. So wird Teilzeit und geringfügige Beschäftigung für immer mehr Beschäftigte, insbesondere für Frauen zum Dauerzustand. Für immer mehr reicht das Einkommen kaum zum Auskommen. Die Arbeitszeiten liegen oft an den Wochenenden. So wird es für viele Beschäftigte besonders schwer, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Stattdessen steigt die Angst um den Arbeitsplatz in einer Branche, in der die Beschäftigten als schnell ersetzbar gelten. Beruflicher Aufstieg und Karriere bleibt für viele ein Traum. (mehr…)
1 comment 26. Mai 2009
Arbeitsplatzbelastungen, Arbeitsbedingte Krankheiten und Invalidität
Studienpräsentation und Dikussion
29. Mai 2009, 10:00 Uhr
AK Bildungszentrum, Großer Saal
1040 Wien, Theresianumgasse 16-18
Der krankheitsbedingte Erwerbsaustritt sowie andere institutionelle Anreizmechanismen zum frühzeitigen Erwerbsaustritt haben in Österreich in der Forschung großes Augenmerk erhalten (OECD 2005). Im Gegensatz dazu finden die Belastungen der Arbeitswelt und die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Erwerbsverhalten der Älteren wenig Beachtung.
Die aktuelle Studie des WIFO im Auftrag der AK Wien liefert Hinweise darauf, dass Arbeitsbelastungen auch einen deutlichen Einfluss auf die dauerhafte Erwerbsunfähigkeit ausüben.
Im Rahmen dieser Veranstaltung diskutieren VertreterInnen aus Politik und Wissenschaft die Ergebnisse dieser Studie.
Details und Anmeldung (bis 20. Mai)
Add comment 13. Mai 2009
Wirtschaftsdemokratie von unten
Wirtschaftsdemokratie von unten: Demokratische Unternehmen
oder…
Die Alternative zur Sackgasse muss kein Holzweg sein
Präsentation zum Workshop beim Solidarischen Ökonomie-Kongress, 20.-22. Feb. 09 in Wien von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang G. Weber und Mag. Armin Pircher Verdorfer, Institut für Psychologie FG Angewandte Psychologie Universität Innsbruck
1 comment 25. April 2009
Viele ArbeitnehmerInnen haben ihre Erwartungen an die berufliche Tätigkeit nach unten geschraubt und glauben nicht mehr an eine positive Veränderung ihrer Arbeitsbedingungen. Rund 10 Prozent der Beschäftigten müssen zur Gruppe der völlig Resignierten gezählt werden,